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Dienstag, 13. Mai 2014

Wie vermehrt man Bienen oder was ist ein Flugling?

Bevor es mit den Geschichten im Salzkammergut weitergeht, kommt noch ein kleiner Bienenteil dazwischen. Meine Bienenvölker haben sich nämlich verdoppelt. Von eins auf zwei. Und wie das geht, erzähl ich euch heute.

Dieses Foto ist diesmal für Zoran :-)


Dieses hübsche Bienchen hab ich heute aufgenommen. Bei Schlechtwetter sind Insekten nämlich viel langsamer unterwegs und lassen sich leichter fotografieren. Versteh ich. Ich würd bei Regen auch viel lieber im Bett bleiben als mich draußen zu bewegen.


Pollenhoserl ganz in blau


Ja, das ist auch ein Pollenhöschen. Die gibts tatsächlich in verschiedenen Farben, je nachdem, von welcher Pflanze das Bienchen kommt. Und da jetzt sicher die Frage kommt, warum der Pollen nicht ganz bunt ist, wenn es verschiedene gibt, kommt hier die Antwort: Die Biene ist blütentreu! Sie fliegt immer die selbe Blume an, solange welche da sind. Drum hat die da oben nur blauen Pollen.


und das ganze noch in rot

Leider kann ich euch die Frage nicht beantworten, welche Blume nun welchen Pollen hat. Versucht das mal zu googeln, auf tausend Webseiten erhalten wir zweitausend verschiedene Aussagen. Nicht mal die Uni-Seiten sind sich einig. Aber macht ja nichts. Lehnen wir uns einfach nur zurück und genießen den Anblick meiner kleinen bunten Lieblinge. ;-)




Die Sendung mit der Maus: Der Flugling

So, und hier ist der Stock mit der Königin. Jetzt kommt nämlich die Geschichte mit dem Flugling. Fangen wir also von vorne an:

Stellt euch mal vor ihr seid eine Biene in einem Bienenstock. Wenn nun ein schlechter Winter kommt, oder ein paar Krankheiten ausbrechen, wird mit einem Schlag der ganze Stock dahingerafft. Möchte man als Art überleben, ist das eine ziemlich schlechte Strategie, das alle Individuen zusammengepfercht auf engem Raum leben.

Also muss ein Ausweg geschaffen werden: Um die Art zu erhalten, müssen sich die Völker immer wieder teilen. Das machen die Bienen, indem sie ausschwärmen.

Sind also die Bienchen der Meinung, der Platz im Stock wird langsam zu klein, bauen sie Weiselzellen. Etwas größere Zellen, in denen Königinnen Platz haben. Die Königin legt nun jeweils ein Ei hinein und die Arbeiterinnen ziehen darin Königinnen groß.


Da es aber wie immer im Volk nur eine Königin geben kann, sammelt die alte Königin die Flugbienen um sich herum und schwärmt aus, um sich irgendwo ein neues Häuschen zu finden.



Und genau das ist bei mir passiert. Als wir am Freitag nachgesehen haben, fanden wir Weiselzellen mit Eier drin. Ist ja in dem Fall genau das, was wir wollten.

Und jetzt kommen wir zum Flugling: Wir haben die eine Zarge mit der Königin (am oberen Bild die hellgrüne) auf einen neuen Unterteil gesetzt. Darüber kam der Honigraum und ganz drauf neue Waben.

Auf dem alten Unterteil (hier rechts im Bild in rot) kam eine Brutwabe mit Eiern. Und damit haben wir die Bienchen überlistet:

Denn alle Flugbienen, die es im alten Stock gab werden nach dem Ausfliegen in diesen zurückkehren, weil sie nur diesen Weg kennen. Nach einer Stunde fällt ihnen dann auf, dass keine Königin mehr da ist und sie beginnen sich eine neue Königin aus den Eiern zu ziehen. Dieses Volk (im rechten Bild) ist nun "weisellos", bis die Königin zur Welt kommt.



Die Königin im Volk auf dem blauen Unterteil kann nun aber nicht mehr schwärmen, da sie ja keine Flugbienen mehr hat. Sie muss also wieder mit dem Volkaufbau beginnen und das Volk denkt nicht mehr an ausziehen.


Flugling: ein altes und ein neues Volk


Hier nochmal im Ganzen: Rechts auf blauem Unterteil das Königin-Volk ohne Flugbienen und links auf rotem Unterteil das weisellose Volk.

Die erste Königin die schlüpft, wird alle anderen umbringen und sich auf Hochzeitsflug begeben, um sich ein paar nette Männer anzulachen.
Nach der Begattung habe ich dann zwei Völker. Hoffentlich klappts. Dann gibts noch mehr Bienengeschichten.


Bienen beim Wabenausbau

Ich weiß, das war jetzt jede Menge zum Lesen, ich habs eh versucht kurz zu machen. Ich hoffe, ihr habt alles verstanden. Also sumsum und bis zum nächsten Mal,
eure
Sa-Bine




Mein Hang zum philosophischen Nachdenken beruht auf der einfachen Grundlage, dass ich über das kleinste Stück Natur irgendwelcher Art in höchste Verwunderung geraten kann. 
Christian Morgenstern


Sonntag, 4. Mai 2014

Salzkammergut Teil 1 - Die liebe Sisi, Peter Alexander und andere Impressionen

Heute war ich am Marchfeldkanal unterwegs und habe mal wieder ein Foto für Maresa gemacht! Und, wie bin ich? Schön langsam kann ichs ja, oder?


Maresa's Foto


Die letzte Woche war das Wetter im Salzkammergut nass und kalt, da dacht ich mir: Perfekt! Da fahr ich mal hin!!


Kaisers kleines Hauserl für den Sommer


So, und nun wollt ihr sicher wissen, was das gelbe Häuserl da oben ist. Na es ist die Sommerresidenz des Herrn Kaiser Franz Josef und der Ort ist natürlich Bad Ischl. Dort hat er sich auch mit der lieben Sisi verlobt und zwar im heutigen Museum von Bad Ischl.


Bad Ischl

Der Herr Kaiser ist dort auch gerne jagen gegangen, seine Trophäen kann man im Schloss bewundern. Die liebe Sisi hat das Freibad bauen lassen, obwohl es sich damals für eine Frau eher nicht geziemte öffentlich zu schwimmen. Aber sie hat sich da von niemanden was sagen lassen. Wer hätte auch der Kaiserin widersprochen?


Aussicht nach Bad Ischl


Sisi galt als eine der schönsten Frauen ihrer Zeit. Sie trieb regelmäßig Sport, vor allem Wandern und Reiten, übertrieb aber dabei maßlos, um ihre Figur zu halten. Sie war magersüchtig und litt unter Depressionen. Ihr erstes Kind Sophie gebar sie mit 17, ihr zweites mit 18. Mit 19 musste sie zusehen, wie die kleine Sophie in ihren Armen starb. Also eine glückliche Person war sie wohl nicht. Da half es auch nicht, die schönste und reichste Frau der Welt zu sein...


links: weiß in rot, rechts: schwarz in weiß


Die nächste Etappe der Reise führt an einen anderen wohlbekannten Ort: St.Wolfgang!
Im Bilde links: Das weiße Rössl in rot gehalten; im Bilde rechts: Das schwarze Rössl, in weiß gehalten...
Viel erzählen kann ich dazu nicht. Hab mal den Film gesehen als ich klein war, kann mich aber nicht mehr erinnern. Weiß nur, dass Peter Alexander darin viel gesungen hat. hihi



St.Wolfgang Impressionen


In St.Wolfgang und drum herum lässt sich auch gut wandern. Für Familien und Sonntagswanderer gibts Seilbahnen und die Schafbergbahn mit Nostalgiedampfzügen. Für mich gabs sehr gut ausgewiesene Wanderwege, jedoch kein schönes Wetter. 


Kirchlein in St.Gilgen


Einen sonnigen Tag musste es natürlich auch geben und der wurde auch sogleich zum Wandern genützt. Der Ausgangspunkt ist das schöne St.Gilgen am Wolfgangsee, oben im Bildchen. 
Bin versehentlich einen kleinen Klettersteig nach oben gewandert und habe dabei auch brav Blut und Wasser geschwitzt, da Höhenangst!! Zum Glück hatte ich in der rechten Hand das Seil zum Anhalten und in der linken die Kamera. 


rechts unten: immer schön bergauf, da gehts zum Ziel



rechts oben im Bild sieht man dann auch gleich die Belohnung. Ob nun die kleine Wanderung gereicht hat um die vielen Kalorien zu verbrauchen, weiß ich nicht, aber zum Glück bin ich ja nicht die Sisi und muss auch in kein Korsett passen!!


Maibaumreise

Das was da an mir vorbeigefahren ist, war natürlich der Maibaum, denn es war der Tag vor dem 1.Mai. Hoffentlich wurde er gut bewacht, denn es ist in vielen Gegenden immer noch Tradition, dass die Nachbardörfer versuchen, den Baum zu stehlen. 
Der Maibaum ist übrigens ein altes Überbleibsel aus keltischer Zeit, die um diese Jahreszeit den begonnenen Frühling gefeiert haben, indem sie Bäume als Phallussymbole schmückten. War ja klar, dass die Kirche diesen Brauch übernehmen musste, oder?? :-)


Bienen, Paragleiter und andere Dinge


Wie links im Bild oben zu erkennen, hab ich auch Bienen entdeckt. hihi
Das schöne klare Wasser links unten ist der Wolfgangsee, der tatsächlich Trinkwasserqualität hat und wunderschön blau schimmert. 


St.Wolfgang am Wolfgangsee


Und mit dieser schönen Ansicht von St.Wolfgang verabschiede ich bis zum nächsten Mal. Da gibts nämlich wieder die Sendung mit der Maus. Wie fahren von Hallstatt nach Hallein und erfahren etwas über Salz und die Kelten.

eure
Sa-Bine


und musst du dann einmal fort von hier
tut dir der Abschied so weh
dein Herz, das hast du verloren
im weißen Rössl am See

Mittwoch, 23. April 2014

Wie kommt der Honig in die Wabe?

So, nun möchte ich endlich dem allgemeinen Aufruf kund tun und euch zeigen, wie die Biene Honig macht. Hihi.

Honigbiene beim Sammeln

Wie immer beginnt alles im Wohnzimmer. (Der ideale Ort für Imkerzubehör :-) Dieses seht ihr auf unterstehenden Bild.



Aus diesem ganzen Zeugs werden die Bienenwaben. Das sind die Vorgaben, die man den Bienchen gibt, damit sie tatsächliche Waben draus bauen können.

Zunächst einmal werden mit dem blauen Dings in der Mitte, dem Drahtspanner, die einzelnen Drähte in den Rähmchen gespannt, damit diese nicht durchhängen.




Dann werden die sogenannten "Mittelwände", die gelben Wachsdinger, mit Hilfe des Trafo in den zuvor gespannten Draht eingelötet. Dazu legt man eine Mittelwand auf das Rähmchen und legt am Draht auf der Seite Spannung an und schon schmilzt der Wachs in den Draht.




Wenn fertig, kommen die Rähmchen in die Zarge. Zehn Stück passen rein. (Kommt natürlich auf die Größe an. Diese haben verschiedene Bezeichnungen, meist nach ihrem Erfinder. Meine heißen "Zander" und weil sie nur halb so groß sind, heißen sie "Flachzargen")




und nun gehts ab zu den Bienen. Das Werkzeug liegt bereit. Das Beserl zum Abkehren der Bienen und der Smoker, in dem Eierkartons angezündet werden. Ein kleiner Rauchstoß beruhigt die Bienchen. 
He, was habt ihr geglaubt, dass ich mit ner Havanna vor den Bienen stehe? Gäbe sicher einen interessanten Honiggeschmack. 

Meine Bienchen brauchen bis jetzt eigentlich gar keinen Rauch, da sie auch so sehr sanftmütig sind. Gestochen wurde ich noch nie.




Der Honigraum (also die Zarge mit den Waben) wurde vor drei Wochen aufgesetzt. Heute haben Nathalie und ich mal nachgesehen, was daraus geworden ist. Es kribbelt und krabbelt alles, genau wie es soll.




Unten am Flugloch herrscht emsiger Flugbetrieb. Die Bienchen tragen auch fleißig Pollen ein, wie die Pollenhöschen an der Biene in der Mitte beweisen. Das ist ein gutes Anzeichen dafür, dass Brut und auch eine Königin vorhanden ist. Wäre der Königin etwas zugestoßen, dann wären die Bienen viel nervöser. Das kann man am "brausen" der Bienen von außen erkennen. Wie sich das nun anhört, weiß ich auch noch nicht.




Und hier ist sie nun: Die Honigwabe!! Ein toller Anblick. Wenn ihr die Mittelwände auf den oberen Foto mit dem hier vergleicht, werdet ihr sehen, dass diese viel tiefer sind. Die Bienen haben die Vorgabe genutzt und sie ausgebaut, damit der Honig darin Platz hat. Von beiden Seiten, versteht sich!




 Und wenn ihr nun ganz genau auf das Foto schaut, könnt ihr den Honig erkennen, der darin eingelagert ist. Noch ist er nicht fertig. Die fleißigen Arbeitsbienen kauen ihn immer wieder durch und spucken ihn aus, bis er reif ist. Dann kommt ein Wachsdeckelchen drüber. Das werd ich euch auch noch fotografieren.




 Für heute ist erst mal die Sendung mit der Maus zu Ende und ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht. Sum sum und bis zum nächsten Mal,

eure
Sa-Bine



"Die Natur muss gefühlt werden"
Alexander von Humboldt



PS: Damit ihr seht, dass ich mich nicht nur mit Bienen beschäftige, gibst auch noch ein Foto mit meinem neusten Projekt. Ich hab Stricken gelernt und bin dabei einen Pullover zu stricken. Falls jemals tatsächlich einer draus wird, fress ich einen Besen.


Sonntag, 13. April 2014

Lobau und noch mehr Bienengeschichten

Na wer sagts denn, ihr dürft mich nun tatsächlich Imkerin nennen. Meine Bienchen sind eingetroffen und sind auch schon brav beim Honigmachen.


Bienchen im Landeanflug

Gibt es denn etwas schöneres als diesen Anblick? Man könnte stundenlang davor sitzen und ihnen zusehen...


Bienenwohnstätte

Wie es denn nun weiter geht mit den Bienchen, werde ich euch fleißig berichten. Zuerst kommt noch ein bisserl Arbeit auf mich zu: Die restlichen Bienenwohnungen müssen zusammengeschraubt und bemalt werden und Mittelwände müssen eingelötet werden. Das sind die Vorgaben aus Wachs, aus denen dann die Bienchen die Zellen für Brut und Honig ausbauen. Das nächste Mal zeig ich euch das mit ein paar Fotos genauer.


Wanderung durch die Lobau

Die Wanderschaft, auf die mich vor zwei Wochen begeben habe, führte mich durch die Lobau. Die befindet sich im Nationalpark Donau-Auen direkt vor den Toren Wiens. Es gibt einen Einstieg in Wien selbst, aber ich habe Groß-Enzersdorf gewählt, weil ich dachte, dass dort weniger Leute unterwegs waren.

War natürlich falsch gedacht. Es wimmelte nur so von Leuten. Hauptsächlich Fahrradfahrer, auch auf den ausgewiesenen Fußwegen waren Radfahrer unterwegs.














Etwas störend in der ganzen Angelegenheit sind die vielen Flugzeuge, die ständig im Landeanflug nach Schwechat sind. Einige sind so tief geflogen, dass ich das Gefühl hatte, ich brauche nur die Arme auszustrecken und zu hüpfen, und schon kann ich mitfliegen.


Landeanflug über den Nationalpark

Ich bin natürlich auch realistisch. Ich will auch in den Urlaub fliegen so wie alle anderen. Und irgendwo müssen die Dinger ja drüber fliegen. Also müssen wir den Lärm wohl ertragen. Lautlose, abgasfreie Flugzeuge sind ja noch nicht erfunden. :-)


Wanderkarte, hier nachzulesen

und da es ein passendes Thema ist, lautet dieses heute: Flugverkehr!! Ganz schon kontrovers, hab ich festgestellt in den Weiten des Internets.
Also schau ma mal, was Wikipedia zu sagen hat:


Der Frühling ist da

Der Treibstoff der Flugzeuge ist das Kerosin. Kerosine ist eigentlich eine Sammelbezeichnung für verschieden Treibstoffarten. Die Hauptbestandteile sind Alkane, Cykloalkane und Kohlenwasserstoffe. Das ganze Zeug wird natürlich aus Erdöl gewonnen.


..das Wandern ist des Müllers Lust... 
Das Schlimme an der Sache sind die Emissionen, wobei es sich um Wasserstoff und Kohlendioxid (CO2) handelt. Das CO2 bewirkt in der Atmosphäre einen Anstieg des Treibhauseffekts. 
Der Wasserdampf bewirkt eine unnatürliche Wolkenbildung. Nach dem Flugverkehrverbot nach dem 11.September hat man herausgefunden, dass diese Wolkenbildung tatsächlich Auswirkungen auf das lokale Wetter hat.


oben Honig, unten Bärlauch

Die Luftverschmutzung in Umgebung der Flughäfen ist am höchsten, da der Start eines Flugzeugs den meisten Treibstoff verbraucht. 


kein Wunder, dass hier ein Stopschild ist, wer will schon einen Sackweg entlang gehen


Gibt es auch Auswege aus diesem Dilemma? Können wir die Emissionen reduzieren? Seit Flüge zu Spottpreisen angeboten werden, hat der Flugverkehr drastisch zugenommen. Mal ehrlich, für den Flug nach Sofia vor zwei Jahren hab ich viel weniger bezahlt, als mich die Reise mit der Bahn gekostet hätte. Die Taxifahrt von Gerasdorf zum Flughafen hat genauso viel gekostet, wie der Flug über 1000km nach Bulgarien.
Da geht doch eine Rechnung nicht auf, oder?


Donau im vorderen Hintergrund, Flughafentower im hinteren Hintergrund

Was können wir nun tun? Wenn wir ganz ganz ehrlich sind, gibt es darauf nur eine einzige richtige Antwort: Weniger fliegen!!
Aber wer will das schon? Ich gebe zu, ich hab auch noch eine ganze Liste von Orten auf der Welt, die ich gerne sehen möchte und ich hab nicht vor, mit den Fahrrad dorthin zu gelangen. Also wo liegt die Lösung?


allerlei Käferchen in der Lobau

Wenn wir schon nicht auf unseren Urlaub verzichten wollen, so gibt es doch ein paar Sachen, die wir beachten können: Zum Beispiel keine Produkte aus Übersee kaufen, die mit Flugzeugen herangeschippert werden. Interessant, egal mit welchen Umweltthema ich mich befasse, es läuft immer auf das selbe hinaus: Wenn wir unseren Planeten retten wollen, müssen wir lernen, uns selbst zu versorgen.




Globalisierung ist ja ne tolle Sache. Orangen, Kiwis, Mangos, Sushi,... das alles gehört für uns schon längst zum Alltag, in Wirklichkeit wird es uns am Ende am Kopf fallen.
Und nein: Die Lösung kenn ich auch nicht. Nur die Antwort: Nämlich, dass es bei uns liegt, etwas zu verändern. Bin wie immer auf Ideen gespannt. (Ja, Martin, ich weiß, dass du das liest und wie immer anderer Meinung bist, obwohl ich diesmal gar keine habe ;-)






So, und nun bin ich am Ende meiner Geschichte und meiner Wanderung angelangt. Was die Lobau betrifft, empfehle ich, diese mit dem Rad zu besuchen, als Fußgänger muss man sonst ständig ausweichen.
Und hier gibts noch ein kleines Zitat zum Abschied:


"Gott sei dank, dass die Menschen noch nicht fliegen können und den Himmel ebenso verschmutzen wie die Erde"
Henry David Thoreau

Sonntag, 2. März 2014

Wanderpuzzle Wolkersdorf und Wohnungen für Bienen

Nun ist es soweit. Die Bienenwohnungen sind eingetroffen und wurden zunächst mal bei mir im Wohnzimmer gelagert. Dort wurden sie dann auch mit Hilfe von kleinem Bruder und Schwägerin zusammengeschraubt und genagelt und zum Schluss bemalt. Wie das nun aussieht? Na seht mal hier:



Bienenwohnungen in bunt -> Beute genannt


Also: unten die Löcher in dem Plastikteil sind die Eingangstüren, die Kästchen darüber sind die Zargen, in denen wahlweise die Bienenkinder in Brutwaben großgezogen werden oder der Honig in Honigwaben eingelagert wird. Natürlich wird mein neues Volk noch sehr klein sein am Anfang, daher wird der Turm nicht ganz hoch sein. Die oberen Zargen sind nur die Reserve. Ganz oben kommt dann noch ein Deckel drauf.
Das Bienen die Farbe rot nur als schwarz wahrnehmen können, ist mir erst eingefallen, als ich schon die Farbe angerührt hatte. Also stellt euch jetzt mal das rot als schwarz vor, mit Bienenaugen, sozusagen..


Wohnzimmer als Bienenwohnungaufbewahrungsstätte


Von den Bienen auf die Wanderschaft. Das Wetter am Samstag war frühlingshaft und lud zu einer Wanderung ins schöne Weinviertel.


Wanderpuzzle Wolkersdorf, Walderlebnisweg


Auf dem Programm steht wie oben am Schild ersichtlich der Walderlebnisweg in Wolkersdorf. Ausgangspunkt ist der Bahnhof in Wolkersdorf, wo man sich zumindest am Wochenende keinerlei Gedanken um freie Parkplätze machen muss. Je eine Park und Ride Anlage gibt es auf beiden Seiten der Bahn. Im schönen Wolkersdorf jedoch unentgeltlich, nicht wie in den Pendants in Wiens Außenbezirken.


kühner Ritter vor dem Schloss

Nach dem Bahnhof links die Bahnallee entlang landet man zwei Gassen weiter vor dem Schloss Wolkersdorf. Dieses ist Teil der Niederösterreich-Card, allerdings im Winter geschlossen. Also nur schnell ein Foto von außen gemacht und dann weiter Richtung Kirche.


Kirche in Wolkersdorf

Das hübsche Kirchlein wird "links" liegen gelassen und es geht nach rechts weiter. Die Beschilderung des gesamten Wanderwegs ist perfekt. Unmöglich sich zu verirren. Hier ist eine kleine Beschreibung zu finden.


Die Pelzbiene 

Die Sedimentschicht, die das Weinviertel bedeckt, ist der Lössboden, der während der letzten Eiszeit entstanden ist. Lössboden ist sehr fruchtbar, wie die viele Landwirtschaft im Weinviertel beweist. Für Hummeln, Wildbienen und Wespen ist der Löss ein idealer Lebensraum. Die oben genannte Pelzbiene gräbt sich ihre Behausung in den Boden hinein, wo sie ihre Jungen aufzieht. Also die allein lebende Cousine unserer staatenbildenden Verwandtschaft, die uns den Honig beschert.


Lössboden von Sandschichten durchzogen

Wie schon einmal erwähnt: Kaum verlässt man das Marchfeld, schon geht es auf und ab und auf und ab... Also frisch auf drum und nach oben...


Mittagssonne im Hochleithenwald

Toll gestaltete Hinweisschilder teilen uns entlang des Weges mit, dass der Hochleithenwald ein sogenannter Eichenmittelwald ist. Er wird auf ökologischer Grundlage bewirtschaftet, also ohne Chemie und Pestizide und so Zeugs. Dafür wurde er auch schon mit mehreren Preisen ausgezeichnet.


Hochleithenwald

Der Wald, so kahl er oben aussieht, ist in Wirklichkeit voller Leben. Wenn man sich leise fortbewegt, kann man so manchen Waldbewohner entdecken. Zum Beispiel eine kleine Maus, die mich zwischen den Blättern neugierig beobachtet hat, sich jedoch nicht fotografieren ließ.


Die ersten Frühlingsboten

Der gesamte Wald war in Lila und Rosa Tönen gehüllt. Schneeglöckchen hab ich keine gefunden, dafür die hübschen Blümchen oben, die die Hänge bedeckten. Ob es denn nun Nahrung für die Bienen ist, weiß ich nicht, da ich die Namen der hübschen Dinger nicht kenne. Einige dicke Hummeln sind jedoch in der Gegend herumgeflogen.


Der Wein im Winter

An dem kleinen trockenen Ästchen lässt sich erahnen, woher das Weinviertel seinen Namen hat. Noch sehen die Rebstöcke morsch und tot aus, aber das wird sich mit den ersten warmen Frühlingssonnenstrahlen sicher bald ändern.


Wien im Hintergrund

 Das es völlig windstill war, beweisen die stillstehenden Windkraftwerke im Hintergrund. Im Nebel verborgen befindet sich eine kleine Millionenstadt. Ein Anblick, der in der Stille des Tales fast befremdlich wirkt.

Nach zweieinhalb Stunden trifft man wieder am Bahnhof ein und kann die Heimreise antreten. Das Wanderpuzzle Wolkersdorf kann ich nur empfehlen. Anreise mit Bahn oder Auto von Wien aus nur wenige Minuten entlang der alten Brünner Straße (7) und die Beschilderung hervorragend. Festes Schuhwerk ist angebracht, da die Waldwege etwas matschig sind jetzt im Frühjahr.


Frühlingsboten

"Wer einen Baum pflanzt, der wird den Himmel gewinnen" 
Konfuzius